Radonkarte Südtirol

 

Bei bewohnten Parterrewohnungen und bei luftdichten Kellergeschossen ist es sinnvoll zwischen den Fundamenten Hohlräume zu schaffen, durch die man das Radongas und kapillare Feuchtigkeit ablüften kann.

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das vor allem in Gebäuden zu einer erheblichen Strahlenbelastung der Bewohner führen kann. Etwa die Hälfte der natürlichen Strahlenexposition ist auf Radon und seine Folgeprodukte zurückzuführen. Das durch radioaktiven Zerfall über mehrere Zwischenprodukte aus Uran entstehende Radon wird aufgrund des Vorkommens von Uran in allen Böden und Gesteinen dauernd neu gebildet und tritt in die Atmosphäre über. Dort wird es eingeatmet, seine strahlenden Folgeprodukte verbleiben in der Lunge. Die Hauptquelle von Radon in Häusern ist der Boden, auf dem das Gebäude errichtet ist. Radon tritt über die Fundamente und den Keller in die Raumluft ein.

Auswirkung auf die Gesundheit

Nach dem Rauchen (ca. 85 %) sind Radon und seine Zerfallsprodukte die zweithäufigste Ursache (ca. 10 %) für Lungenkrebs. Bei Personen, die niemals geraucht haben, ist Radon sogar die häufigste Ursache für diese Krebsart. Über die Luft eingeatmetes Radongas wird zum überwiegenden Teil gleich wieder ausgeatmet. Das größte gesundheitliche Risiko geht also nicht vom radioaktiven Edelgas Radon selbst aus, sondern von dessen kurzlebigen Zerfallsprodukten – ebenfalls radioaktive Schwermetalle. Die in der Raumluft vorhandenen freien Zerfallsprodukte lagern sich an luftgetragene Schwebeteilchen (Aerosole) an. Beim Atmen werden die freien Zerfallsprodukte und die Aerosole mit den anhaftenden Radon-Zerfallsprodukten in der Lunge abgelagert. Von dort senden sie ionisierende Strahlung aus, die das unmittelbar umgebende Lungengewebe schädigen und letztendlich Lungenkrebs.